NBA Spieler und die Loyalität

Obwohl LeBron James sein neues Team bereits gefunden hat, scheint er seine Finger weiterhin im Free Agent-Spiel zu haben. Diversen Berichten zufolge riet er Chris Paul kürzlich dazu einen Trade zu verlangen, um sich von den New Orleans Hornets zu trennen. Angeblich will LeBron aber, dass CP3 in der Western Conference verweilt, so dass eine echte Rivalität aufgebaut werden könne.
Langsam habe ich es wirklich satt. Die NBA ist in diesem Sommer zu einer Seifenoper mutiert, so scheint es. Sicherlich ist nachvollziehbar, dass jeder Spieler eine Championship gewinnen will. Die Mittel, die hierbei eingesetzt werden, um eine größere Chance auf den Gewinn der Larry O’Brien Trophy  zu haben, sind derweil zweifelhaft.

Ehrlichgesagt ist mir egal, ob LeBron nun sein Image oder sein Erbe aufs Spiel gesetzt hat, indem er zu den Miami Heat gewechselt ist oder ob Chris Paul seine Reputation gefährdet oder nicht.  Ich frage mich einfach ernsthaft, warum Chris Paul seinen Vertrag, den er nun mal unterzeichnet hat, nicht einfach erfüllen kann oder warum LeBron James, der übrigens lediglich sein gutes Recht wahrgenommen hat den Verein zu wechseln, sich in den Medien so aufführt, als würde ihm jegliches Gespür dafür fehlen, wie man sich als professioneller Athlet in der Öffentlichkeit verhält.
Es geht doch einfach auch ganz anders. Niemand hat Amar’e Stoudemire dafür kritisiert, dass er dem Ruf des Geldes nach New York City gefolgt ist. Er hat sich nicht wichtiger gemacht als er ist und zur richtigen Zeit die richtigen Worte gewählt. In Phoenix ist ihm deshalb niemand böse für seine Entscheidung und in New York freuen sich die Knicks endlich mal wieder einen Spieler von diesem Kaliber im Kader zu habe. Kevin Durant ist ein weiterer Spieler, den ich in dieser Hinsicht sehr schätze. Staralluren scheinen ihm fremd zu sein, obwohl er mittlerweile zweifelsohne zur Elite in der NBA zu zählen ist. Zu Kopf gestiegen ist es ihm nicht und er weiß, was er an Oklahoma City hat, obgleich die Stadt sicherlich keinen großen Markt in der NBA darstellt.
Sowohl in Cleveland als auch in New Orleans haben die Verantwortlichen versucht eine Mannschaft um ihre Stars herum aufzubauen, die die Möglichkeit gehabt hätten bzw. gehabt haben in den Finals mitzureden. Dass LeBron seiner einstigen Franchise mit  „The Decision“ gedankt hat, kann ich immer noch nicht nachvollziehen und ich bin gespannt, wie sich Chris Paul im Verlauf der nächsten Tage verhält. Heute soll ein Meeting zwischen ihm und Hornets GM Dell Demps und Coach Monty Williams stattfinden, um über seine Zukunft in New Orleans zu verhandeln. Zumindest werden die Hornets als erstes wissen, was Paul vor hat. Insofern ist die Situation jetzt schon deutlich besser als im Falle LeBron James.
Ist Loyalität in der heutigen Zeit ein Wert ohne Bedeutung? Wie Beurteilt ihr das Handeln von NBA Spielern wie LeBron James oder möglicherweise auch CP3?

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