LeBron James kehrt Cleveland den Rücken

LeBron James wird sich künftig das Trikot der Miami Heat überstreifen. Während Miami jubelte, wurde Cleveland bitterlich enttäuscht. Der König kehrt seinem Volk  den Rücken. Tränen der Enttäuschung und Wut einer ganzen Stadt nahm er mit seiner Entscheidung in Kauf und begrub gleichzeitig sein Erbe. Der „hometown hero“ ist in Cleveland nicht mehr willkommen.

Die Miami Heat sind die glücklichen Sieger in einem jahrelangen Ringen, um den vermeintlich besten Spieler der NBA. Konkurrenten wie die New Jersey Nets, die New York Knicks, die Chicago Bulls oder auch die Los Angeles Clippers sehen sich nun mit leeren Händen dastehen und werden mit der Tatsache konfrontiert, dass sich die Kräfteverhältnisse in der Liga grundlegend verändert haben. Der heißeste Anwärter auf den Gewinn der NBA Championship 2010-11 – so viel darf vorweggenommen werden – sind zweifelsohne die Miami Heat.

Ausschlaggebend für LeBrons Entschluss war nicht zuletzt Miamis Verpflichtung von Chris Bosh. Zusammen mit ihm und Dwyane Wade wird James das wohl schlagkräftigste Trio der NBA Geschichte bilden. Alle drei Spieler erblicken im Draft 2003 das Licht der NBA – LeBron an #1, Bosh an #4 und Wade an #5. Kumuliert bringen sie es auf 17 NBA All-Star Game Einsätze. Zudem Dwyane Wade schon das erreicht, worum ihn seine neuen Teamkollegen beneiden, denn 2006 gewann er an der Seite von Shaquille O’Neal die NBA Championship.

Der Druck, der in der kommenden Spielzeit auf ihnen lasten wird, wird enorm hoch sein. Entsprechend hoch sind die Erwartungen. Alles andere als der Gewinn der Larry O’Brien Trophy wäre ein sportliches Desaster. Eine Garantie besitzen die Heat jedoch nicht. Neben James, Wade und Bosh besitzen nur Michael Beasley und Mario Chalmers laufende Veträge, mehr hat der Kader momentan nicht zu bieten. Es ist beinahe überflüssig zu sagen, dass das Talent der drei Stars nicht ausreichen wird, um über 82 Spiele in der regulären Saison und im Besonderen in den Playoffs zu bestehen. Zu groß ist weiterhin die Konkurrenz aus der Western Conference, in allererster Linie der Los Angeles Lakres. Sollte es zu einem Aufeinandertreffen in den nächsten NBA Finals kommen, so muss sich Miami die Frage gefallen lassen, wie sie gegen Pau Gasol und einen (hoffentlich) gesunden Andrew Bynum verteidigen wollen.

Das alles ist Zukunftsmusik. In der Gegenwart ist es an Pat Riley in Miami ein Team zu formen, denn drei überaus talentierte Individuen werden den Titel nicht gewinnen. Was auch immer geschieht: „We are all wittnesses.“

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