Grizzlies verstärken sich mit Brewer; Deron Williams enttäuscht

Abseits der medienwirksamen Blockbustertrades verstärkten sich die Memphis Grizzlies gestern eher still, aber dafür gezielt. Die Grizzlies waren auf der Suche nach einem Spieler, der von der Bank kommend für Gefahr sorgen kann. Mit Ronnie Brewer haben sie einen talentierten Shooting Guard/Small Forward von den Utah Jazz bekommen, der in dieser Saison bisher noch nicht an die Leistungen hat anknüpfen können, die voriges Jahr von Zeit zu Zeit aufblitzen. Nichtsdestotrotz ist er eine Verstärkung für Memphis, für den Grizzlies GM Chris Wallace lediglich einen zukünftigen Erstrundenpick hat über den Tisch gehen lassen müssen. Ein verschmerzbarer Verlust, bedenkt man, dass sie für den kommenden Draft mit drei Picks eingedeckt sind und in dieser Saison in die Playoffs wollen.

Das letzte Mal erreichte Memphis die Post Season 2006. Damals war in der ersten Runde nach nur vier Spielen gegen die Dallas Mavericks wieder Schluss. Derzeit belegen sie den elften Platz der Western Conference mit nur 3 ½ Spielen Rückstand auf eine Playoff-Platzierung. Ob die Verpflichtung von Brewer dazu reichen wird, den Sprung noch zu schaffen, ist fraglich. Das Talent ist da, doch verstärkten sich auch ihre unmittelbaren Konkurrenten vor Ablauf der Trade Deadline. Die Houston Rockets, derzeit auf dem neunten Platz, konnten mit Kevin Martin einen effektiven Scorer verpflichten. Wenn Martin gesund ist, ist er ein Franchise Player, der die Fähigkeit hat eigenhändig für jene Siege zu sorgen, die noch zur Playoff-Teilnahme fehlen. Und auch die Trail Blazers konnten mit Marcus Camby aufrüsten.

Während sich die Memphis Grizzlies nun etwas mehr Hoffnungen machen können, was das Erreichen der Playoffs angeht, muss man sich aus Sicht der Utah Jazz fragen, wozu dieser Trade hat gut sein sollen. Obgleich Ronnie Brewer derzeit offenbar in einem Formtief steckt, war er der beste Spieler, den die Jazz auf seiner Position hatten. Weder Wesley Matthews noch C.J. Miles noch Kyle Korver werden die Lücke, die Brewer hinterlässt, vollends schließen können. Spätestens in den Playoffs könnte sich dieser Trade also rächen. Mit der Abgabe von Brewer sparen die Jazz ein wenig Geld, doch es reicht nicht, um den Salary Cap für die Free Agency zu drücken und auch nicht, um das Zahlen der Luxussteuer zu vermeiden.

Verständlich, dass Deron Williams kein Geheimnis daraus macht, dass er enttäuscht ist. Der Trade mache die Utah Jazz schlechter, während andere Teams der Western Conference sich verbessert hätten, so Williams. Auf die Frage hin, ob der Trade Einfluss auf seine langfristige Zukunft in Utah habe, sagte D-Will: “Deshalb habe ich einen Dreijahresvertrag unterzeichnet.” Worte, die Jazz GM Kevin O’Connor nicht gefallen können.

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