Jamison ab sofort in Cleveland; Wizards treiben Umbruch voran; Clippers mit Säcken voll Geld für Free Agents

Cleveland, Washington und die Los Angeles Clippers haben einen Trade abgeschlossen, mit dem die Cavs den zweimaligen All-Star Antwan Jamison verpflichten. Zusätzlich wechselt Sebastian Telfair von den Clippers zu den Cavaliers. Zydrunas Ilgauskas, ein Erstrundenpick für den kommenden Draft und die Rechte an Emir Preldzic, der bei der letztjährigen Talentauswahl in der zweiten Runde gedraftet wurde, verlassen Cleveland in Richtung Washington. Außerdem erhalten die Wizards Al Thornton von den Clippers und treten im Gegenzug Drew Gooden an Los Angeles ab.

Die Cleveland Cavaliers haben es also doch noch geschafft einen Spieler ihrer Begierde zu ergattern, ohne dafür J.J. Hickson abgeben zu müssen. Während die Phoenix Suns scheinbar nicht auf Hickson verzichten wollten, haben sich die Wizards zu Gunsten der Vorzüge einer deftigen finanziellen Entlastung entschieden und sind letztlich auf den Deal eingegangen. Im Angesicht der Angst, dass diese Saison die letzte sein könnte, in der man in Cleveland die Chance hat den Titel mit LeBron James zu gewinnen, hat GM Danny Ferry sein Möglichstes getan und LeBron einen Power Forward an die Seite gestellt, der es in der aktuellen Spielzeit auf Durchschnittswerte von 20,5 Punkten und 8,8 Rebounds pro Partie bringt. Besonders in der Offensive ist Jamison ein versatiler Spieler, der zu Punkten kommt, ohne dass Plays für ihn gelaufen werden müssen. Der Preis, den Cleveland für Jamison zahlen musste ist annehmbar, da Ilgauskas merklich in die Jahre gekommen ist. Die Addition von Telfair ist hingegen vernachlässigbar, da ihm Mike Brown – vorausgesetzt die Cavs bleiben verletzungsfrei –  wohl nur wenig Einsatzzeit geben wird.

Die Washington Wizards haben den Neuanfang, der mit dem Trade von Butler und Haywood begonnen hatte, weiter fortgesetzt. Der Dominoeffekt, der durch die Suspension von Gilbert Arenas und Javaris Crittenton ausgelöst wurde, verleiht den Wizards wieder eine Perspektive für die Zukunft. Kontroverserweise brauchte es in Washington einen Todesstoß, der Ernie Grunfeld dazu bewegt hat, den ohnehin hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Kader aufzulösen und einen Neuanfang zu wagen. Man hätte sich dafür eigentlich keinen passenderen Zeitpunkt aussuchen können. Das Team aus Washington besitzt nun $ 33 Millionen in Form von auslaufenden Verträgen. Damit hat Grunfeld viel Spielraum, um entweder einen Last-Minute-Trade abzuwickeln oder um in der kommenden Free Agency einen neuen Franchise-Player an Land zu ziehen. Als sechstschlechtestes Team der gesamten Liga können sie sich berechtigte Hoffnungen auf einen hohen Lottery Pick machen. Um jedoch Point Guard Phänomen John Wall (16 Pkt., 6,5 Asts.) draften zu können, müssen die Wizards auf ihr Losglück vertrauen. Wall, Freshman an der University of Kentucky, wird in allen* NBA Mock Drafts an erster Stelle geführt. Mit Al Thornton haben sie zusätzlich einen talentierten Forward von den Clippers erhalten, der unter Coach Flip Saunders wiederaufblühen könnte.

Die Playoffs haben die Clipper offenbar abgeschrieben. Schon zu Beginn dieser Woche wurde Marcus Camby für Steve Blake und den verletzten Travis Outlaw nach Portland getradet. Auch wenn es auf den ersten Blick nicht den Anschein hat, die Los Angeles Clippers haben einen großen Wurf gelandet. Nach dem Ablauf dieser Saison besitzen lediglich Baron Davis, Chris Kaman, Eric Gordon, DeAndre Jordan und Blake Griffin laufende Verträge. Insgesamt macht das nur $ 35 Millionen, die für die kommende Spielzeit fest verplant sind. Überflüssig zu erwähnen, dass sie damit beste Chancen haben einen oder gar zwei Stars aus dem See, der sich Free Agency nennt, zu fischen. Die Clippers mögen zurzeit noch die hässliche Schwester der Los Angeles Lakers sein, aber auch die hässliche Schwester wohnt nun mal im gleichen Haus, das sich Los Angeles nennt und der zweitgrößte Basketballmarkt der NBA ist. Man sollte spätesten jetzt damit anfangen die Clippers im gleichen Satz zu erwähnen, wenn man laut darüber nachdenkt wohin LeBron James wechseln könnte, wenn er sich entschließt Cleveland den Rücken zu kehren.

*Ich habe natürlich nicht alle NBA Mock Drafts 2010 nachprüfen können, aber man geht kein großes Risiko dabei ein, John Wall als derzeit talentiertesten Nachwuchs-Point Guard darzustellen.

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