KNICKS-N-PIECES: Rockets verlangen einen hohen Preis für T-Mac

Lange habe ich davon abgesehen über die New York Knicks zu schreiben, doch nach einiger Zeit gibt es jetzt aber wieder einen Grund, mich über das Team aus dem Big Apple auszulassen. Zur Erklärung: manchmal ist man einfach besser damit beraten nicht auf Gerüchte einzugehen und die Leistungen des eigenen Lieblingsteams unkommentiert zu lassen.

Zunächst einmal sollten die positiven Entwicklungen hervorgehoben werden, die sich mit den Knickerbockers in Verbindung bringen lassen. Allzu viel Grund zur Freude oder gar zu Stolz hatten die Knicks-Fans diese Saison nicht. Für ein zwischenzeitliches Highlight konnte jedoch David Lee sorgen, der am vergangenen Wochenende der erste Knick seit Latrell Sprewell und Allan Houston wurde, der sein Team im All-Star Game repräsentierte. Neun Jahre ist es jetzt schon her, dass Sprewell und Houston in das All-Star Team der Eastern Conference gewählt wurden. Vier Punkte und zwei Rebounds in zwölf Minuten Spielzeit steuerte Lee übrigens zum 141-zu-139-Sieg des Ostens über die Western Conference All-Stars bei.

Neben Lee konnte auch „Kryptonate“ für positive Schlagzeilen sorgen. Mit seinem dritten Erfolg im Slam Dunk Contest, trug sich Nate Robinson als erster Teilnehmer in die Geschichtsbücher der NBA ein, der die Trophäe dreimal gewinnen konnte. Insgesamt enttäuschte der Wettbewerb jedoch und Nate reichte eine durchschnittliche Vorstellung, um sich im Finale gegen Raptors Rookie DeMar DeRozan durchzusetzen.

Nach dem All-Star Weekend konzentriert sich in der NBA alles darauf, den bestmöglichen Trade vor Ablauf der NBA Trade Deadline am Donnerstag herauszuholen. Die Knicks folgen dabei dem allgemeinen Trend, möglichst viel Cap Space für die kommende Free Agency freizumachen und bleiben somit ihrer eigenen Linie treu. Dennoch soll scheinbar ein Zuschauermagnet nach New York geholt werden. Diversen Berichten zu folge bemühe sich Donnie Walsh aktuell darum, einen Trade mit den Houston Rockets auszutüfteln, der den Knickerbockers Tracy McGrady bringen soll. Glaubt man den Gerüchten ist Walsh sogar gewillt sich von Lottery Pick Jordan Hill zu trennen. Unbestreitbar ist, dass Hill nicht in der Art und Weise eingeschlagen konnte, wie es sich Mike D’Antoni erwartet oder erhofft hatte, doch das Aufgeben des jungen Power Forwards scheint zu diesem Ezitpunkt überzogen. D’Antoni ließ, auf die Möglichkeit hin angesprochen McGrady zum Roster hinzuzufügen, jeden Bezug zu Hill aus seinen Statements raus, was darauf hindeuten könnte, dass Hill nicht länger Bestandteil seiner Pläne ist. Die Priorität liege auf der Entwicklung von Wilson Chandler und Danilo Gallinari, so Coach D’Antoni weiter.

Der potentielle Trade mit den Rockets beinhaltet neben Jordan Hill noch Jared Jeffries und Al Harrington oder Larry Hughes. New York würde dagegen Brian Cook, Joey Dorsey und natürlich T-Mac erhalten.

Für die laufende Saison hätte der Tausch für die Knicks keine Auswirkungen. McGrady, Cook und Dorsey bringen es zusammen lediglich auf 26 absolvierte Spiele in der NBA Season 2009-10, dementsprechend ist keiner von ihnen – nein, auch T-Mac nicht – als sogenannter Impact Player anzusehen. Ihr Einfluss auf den Erfolg der Knickerbockers wäre im besten Fall marginal. Viel wichtiger ist hingegen, dass der auslaufende Vertrag von McGrady und das Wegtraden von Jared Jeffries genug Platz unter dem Salary Cap freischaufeln würde, so dass New York finanziell die Möglichkeit hätte, gleich zwei maximale Kontrakte an künftige Free Agents zu vergeben.

Jared Jeffries ist aber auch genau der Spieler, an dem der Transfer scheitern könnte. Houston will sich die zusätzlichen $ 6,9 Millionen, die Jeffries in der Saison 2010-11 zustehen, nicht aufladen, ohne dafür entschädigt zu werden. Es wird davon ausgegangen, dass die Rockets einen zukünftigen Erstrundenpick der Knicks fordern. Bekanntermaßen hat New York keine guten Erfahrungen damit gemacht Draftpicks zu traden. Wir erinnern uns, den kommenden Erstrundendraftpick hat Isiah Thomas seinerzeit für Eddy Curry eingetauscht.

Die Vorzüge für die Houston Rockets liegen auf der Hand. Abgesehen von einer kleinen finanziellen Entlastung, könnten die Texaner ihren Kader in dem Maße verstärken, so dass ein Run auf den letzten Playoff-Platz im Westen realisierbar erschiene.

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