Verletzungspech in Portland: Przybilla mit Patellarsehnenriss

Die Pechsträhne der Portland Trail Blazers will einfach nicht abreißen und so könnten all ihre Hoffnungen auf einen Vormarsch in die Western Conference Finals mit einem Schlag beendet worden sein, als Joel Przybilla im Spiel gegen die Dallas Mavericks zu Boden ging, sich vor Schmerz windete und nachdem er in den Katakomben der American Airlines Arena verschwand, nicht mehr auf dem Spielfeld auftauchte. Einen Riss der Patellarsehne zog sich der einzig verbliebene gesunde Center der Trail Blazers in der Nacht zum Mittwoch zu, als er im ersten Spielabschnitt zu einem Rebound hochstieg und unglücklich wieder landete. Przybilla falle auf unbestimmte Zeit aus, so die Verantwortlichen der Blazers. Hinter dieser schönenden Umschreibung verbirgt sich, dass Przybilla aller Voraussicht nach bis zum Ende der Saison nicht mehr zurückkehren wird.

Erst letzte Woche genehmigte die NBA den Blazers aufgrund der Verletzungsplage einen zusätzlichen Spieler unter Vertrag zu nehmen. Daraufhin verpflichtete das Team aus Oregon Power Forward Anthony Tolliver aus der D-League.
Neben dem neusten Ausfall von Przybilla fehlen weiterhin Greg Oden, Rudy Fernandez, Travis Outlaw, Nicolas Batum und Patty Mills. Rookie Jeff Pendergraph konnte indes für die Partie gegen die Mavericks aktiviert werden und absolvierte sein erstes Saisonspiel. Auch er fehlte bis dato verletzungsbedingt.
Die Trail Blazers gewannen das Spiel gegen Dallas trotz der Hiobsbotschaft über den potentiell saisonbeendenden Patellarsehnenriss ihres Big Man mit 85-81. Da half es auch nicht, dass Dirk Nowitzki nach seinem unfreiwilligen Hiatus wieder mitwirken konnte und 27 Punkte und neun Rebounds für die Mavs erzielte.
Die Verletzung von Joel Przybilla bedeutet für die Portland Trail Blazers, dass sie unterer anderem darauf vertrauen müssen, dass der mittlerweile 36-jährige Juwan Howard noch ein bisschen Sprit im Tank hat. Gestern Nacht stand er 34 Minuten auf dem Court, netzte zehn Punkte ein, griff sich zehn Boards und verteilte vier Assists. Portlands GM Jeff Pritchard wird darüber hinaus Nachtschichten in der Hoffnung einlegen müssen, einen möglichen Trade in die Wege leiten zu können, der den Blazers einen zusätzlichen Big Man beschert.
Niemand hat damit rechnen können, dass eine weitere erwartungsvolle Spielzeit in Portland von zahlreichen und schwerwiegenden Verletzungen torpediert werden würde, doch umso schwerer wiegt jetzt, dass es Pritchard vor Saisonbeginn nicht gelang Paul Millsap oder David Lee in die „City of Roses“ zu holen. Talentierte Big Men sind in der NBA ein wertvolles und vor allem seltenes Gut, weshalb es schwer werden wird adäquaten Ersatz für Przybilla zu finden.

2 responses to “Verletzungspech in Portland: Przybilla mit Patellarsehnenriss

  1. bitter, ganz ganz bitter. bin wirklich gespannt wie sie die big man situation jetzt für sich lösen werden. glaube kaum, dass howard das mehr als ein paar spiele entsprechend “durchstehen” wird.

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