All they need is one Chance

Der Kampf um die Auszeichnung für den besten Rookie der Saison ist längst zu einem Duell zweier Guards avanciert. Brandon Jennings, seinerseits zehnter Draftpick und Spielmacher der Milwaukee Bucks, und Tyreke Evans, vierter Pick und Point Guard der Sacramento Kings, dominieren jedwedes Gespräch wann immer die vier Worte ‚Rookie of the Year‘ fallen. Jennings, der bereits nach einer Hand voll Spiele in der NBA für Schlagzeilen sorgte, gehört spätestens seit seiner 55-Punkte-Erruption gegen die Golden State Warrior zum Besten, was der diesjährige Draft anzubieten hatte. Und auch wenn man nur schwer abschätzen kann, wie er sich bei einem anderen Team angestellt hätte, so schlägt der ein oder andere GM, der davon absah Jennings vor den Bucks zu draften, immer noch von Zeit zu Zeit mit seinem Kopf auf den aus Mahagoni gefertigten Schreibtisch. Doch während Young Money nach einem spektakulären Auftakt abzukühlen schien, drängte sich Tyreke Evans in das Bewusstsein des NBA Connaisseurs. ‘Reke ist auf Kurs, der erst vierte Spieler zu werden, der in seinem ersten Jahr in der Liga durchschnittlich mindestens 20,0 Punkte, 5,0 Rebounds und 5,0 Assists pro Spiel erzielt. Die anderen drei: Oscar Robertson, Michael Jordan und LeBron James.

In der Nacht zum Sonntag trafen sie zum ersten Mal in der NBA aufeinander. Zu einem direkten Duell auf dem Court kam es jedoch nur vereinzelt. Evans ist ganze 13 cm größer und 23 kg schwerer als Jennings und das nutzte er immer wenn sich die beiden vis-à-vis gegenüber standen aus, um zu Punkten am Korb zu kommen. Während Tyreke (24 Pkt., 7 Reb., 3 Ast., 6 TO) aggressiver an das Spiel heranging und den gegnerischen Korb attackierte, hielt sich BJ (15 Pkt., 9 Ast., 6 Reb., 4-11 FG) damit zurück und suchte stattdessen den offenen Mitspieler. Erst gegen Ende des zweiten Viertels nahm Jennings seinen ersten Wurf, einen Dreier, der den Milwaukee Bucks die zwischenzeitige 43-zu-42-Führung brachte. Zu diesem Zeitpunkt hatte Evans bereits 13 Punkte auf seinem Konto. So sehr man versucht den beiden eine Rivalität im Stile von Chris Paul und Deron Williams anzudichten, so schwer fällt es, ihre Leistungen miteinander zu vergleichen. Kann man entscheiden wessen Stats an diesem Abend besser waren? Beide Spieler waren die Go-to-Guys ihrer Mannschaft, beide sorgten dafür, dass ihr Team hätte gewinnen können und beide zeigten auch Schwächen. Letztlich zählt der 95-zu-94-Sieg, den Tyreke Evans seinen Sacramento Kings mit einem Layup 0,9 Sekunden vor Schluss sicherte, doch es hätte genauso gut Jennings sein können, der alles mit dem letzten Ballbesitz der Begegnung klar macht. Er traf vier von vier Freiwürfen innerhalb der letzten 60 Sekunden, holte zwei Offensivrebounds und fand Ersan Ilyasova fünf Sekunden vor Schluss unter dem Korb für zwei einfache Punkte. Am Ende war es nur diese eine zusätzliche Chance, die Tyreke Evans zu nutzen wusste.

2 responses to “All they need is one Chance

  1. sehr schön analysiert!🙂 Wird noch ne spannende Kiste werden wer am Ende zum ROTY wird. Clippers´Griffin wird da wohl nicht mehr eingreifen, zudem bezweifle ich, dass er gleich so sehr einschlagen wird nach seiner Verletzung!

  2. Pingback: Den Kings und ‘Wolves gehört die Zunkunft (Teil 1) « TRIFECTA Mag – NBA Basketball 24/7·

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