KNICKS-N-PIECES: Duhon führt NYK zum Sieg über die Clippers

Im Gegensatz zum gestrigen Anfangsviertel gegen die Chicago Bulls, in dem sich die Knicks von ihrer besten Seite zeigten, misslang dem Team um David Lee der Start gegen die Clippers nach allen Regeln der Kunst. Überflüssige Ballverluste und  eine schlechte Quote aus dem Feld führten dazu, dass die Zuschauer im Madison Square Garden unruhig wurden.

Außerdem resultierte die frühe 26-zu-8-Führung der Los Angeles Clippers in der Einwechslung von Jonathan Bender, der das in ihn gelegte Vertrauen mit fünf konsekutiven Punkten und einem unsportlichen Foul zurückzahlte. Kurz vor dem Ende des ersten Spielabschnitts entschied sich Bender kurzerhand noch schnell den Schuss von Baron Davis zu blocken. Das Foul, das man ihm ob seiner langen Auszeit einfach verzeihen muss, außer Acht gelassen, hätte JB keinen besseren Start erwischen können. Auch Donnie Walsh und Mike D‘Antoni muss an dieser Stelle Respekt dafür gezollt werden, dass sie – mit Verlaub – die Eier hatten Bender zu verpflichten und ihn auch einzusetzen. Bis zu seiner Auswechslung nach fünf Minuten im zweiten Viertel führte er die Knicks mit sieben Punkten in Sachen Scoring an. Während Jonathan Bender (9 Pkt., 2 Reb., 14 Min.) für Energie und eine positive Überraschung von der Bank sorgte, spielte das Team weiterhin eher enttäuschend. Zugute halten konnte man den Knickerbockers zu diesem Zeitpunkt indes, dass sie versuchten alles anders zu machen als gegen die Bulls. Anstatt, wie im Rausch, einen Dreier nach dem anderen abzufeuern, versuchten sie via Zug zum Korb wieder in die Partie zurückzufinden. Die Knicks bemühten sich, zeigten jedoch Schwächen im Abschluss, was den 16-Punkte-Rückstand zur Halbzeit zu erklären vermochte. Desweitern dürfen wir nicht vergessen, dass die L.A. Clippers  entscheidenden Anteil an ihrer eigenen Führung hatten, wobei vor allem ihre Defense eine gute Offensivleistung katalysierte.
Die zweite Halbzeit fing ebenso an, wie die erste begonnen hatte, diesmal jedoch mit vertauschten Rollen. Das Momentum kippte, die Clippers leisteten sich drei leichtsinnige Ballverluste und den Knickerbockers gelang es ihrerseits den Abstand innerhalb der ersten drei Minuten des dritten Quarters auf neun Punkte zu verkürzen. Mit 2:23 noch zu spielenden Minuten waren es dann nur noch drei Punkte, die die Knicks vom Gleichstand trennten. Am Ende des Viertels stand es 72 zu 72 und anstelle der „Buhs“ bekamen die Knicks Standing Ovations. Zu verdanken war dies allen voran David Lee, der im dritten Spielabschnitt elf Punkte zur Aufholjagd beitrug und Danilo Gallinari (14 Pkt., 6 Reb., 3 Stl.), der seinerseits zehn Punkte hinzufügte.
Es war also nur eine Frage der Zeit bis sich die New York Knicks ihre erste Führung des Spiels herauszuspielen vermochten. In der Folge kämpften beide Teams mit offenem Visier. Mit 2:55 Minuten auf der Uhr leistete sich New York einen kostspieligen Ballverlust, als es Chris Duhon nicht schaffte innerhalb der vorgegebenen acht Sekunden aus dem eigenen Halbfeld zu dribbeln. Ein paar Ballbesitze später folgte ein weiterer Turnover aufgrund eines sehr umstrittenen Offensivfouls, das gegen Jared Jeffries gepfiffen wurde. Doch damit nicht genug, denn nachdem Baron Davis einen Dreier traf, lag New York wieder mit einem Punkt zurück. Die Knicks ließen den Kopf nicht hängen und so gelang David Lee (25 Pkt., 11 Reb.) ein Tip-In und die Knicks holten die Führung wieder zurück. Mit 15 Sekunden auf der Uhr zog Gallo dann ein Offensivfoul gegen Al Thornton. Einwurf Knicks, Duhon bekommt den Ball, Los Angeles mit dem Foul. Chris Duhon trifft nur einen der zwei Freiwürfe, die Begegnung ist noch nicht vorbei. Auf der anderen Seite verschießt Rasual Butler von jenseits der Dreierlinie. Rebound New York, die Clippers foulen abermals Duhon. Der trifft diesmal beide Freiwürfe. Spielstand 95 zu 91 für die Knickerbockers. Mit 0,9 übrigen Sekunden in der Partie brannte nun nichts mehr an. Die New York Knicks holen sich nach einer katastrophalen Anfangsphase und einem zwischenzeitigen 20-Punkte-Rückstand doch noch den Sieg vor heimischem Publikum. Spieler des Abends auf Seiten der Knicks war Chris Duhon, der 17 Punkte einnetzte, sich acht Boards griff und zehn Assists austeilte.

Das Zitat des Tages lieferte Knicks-Kommentator Mike Breen, der sich wie folgt über Danilo Gallinari äußerte nachdem dieser seinen zehnten Punkt im dritten Viertel erzielte: „He seems to play better when he’s mad. His teammates should slap him before the game“.

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