KNICKS-N-PIECES: N.Y. verliert “No-Defense-Spiel” gegen Denver

Nach dem Desaster von Sacramento wurde die Seele der Knickerbocker-Enthusiasten zumindest partiell balsamiert. Zu einem Sieg gegen die Denver Nuggets hat es zwar nicht gereicht, doch ließen sich die Knicks nicht abschlachten ohne Gegenwehr zu leisten. Zugute kam dem Spiel der New Yorker, dass keines der beiden Teams Defense spielte, so als ob Mike D’Antoni und George Karl am Vorabend der Begegnung ein Abkommen darüber unterzeichnet hätten, einen Nicht-Verteidigungs-Pakt wenn man so will.

Wer bereits das zweifelhafte Vergnügen hatte, einige Saisonspiele der New York Knicks gesehen zu haben, der wunderte sich nicht, dass die ersten zwei Schussversuche von jenseits der Dreierlinie abgegeben wurden. Verwundert war man auch nicht darüber, dass Wilson Chandler gleich in der Anfangsphase einen Dreier und einen langer Jumper aus dem Zweipunktbereich auf den Ring setzte. Man wollte sein Gesicht bereits in den Händen vergraben, doch Chandler sollte im späteren Verlauf des Spiels noch Erlösung finden. Auch Chris Duhon trat zur Überraschung aller mit mehr Selbstvertrauen auf und katalysierte eine frühe Führung der Knicks, die bis zum Ablauf des ersten Viertels gehalten werden konnte (30-26). Im Gegensatz zu vorangegangenen Partien, fielen die Würfe in den Korb, genauer gesagt fanden neun der sechs Schüsse „from behind the arc“ ihr Ziel. Zur Halbzeit führten die Nuggets dann mit einem Zähler Vorsprung. Der Grund, wie soll es auch anders sein, die Knicks trafen keinen der sechs Dreier, die sie im zweiten Viertel versuchten. Das schadete den Knicks weniger, als man annehmen könnte, sah sich Denver gezwungen die Dreierlinie besser zu verteidigen. Konsequenterweise entstanden Räume in der Zone, die die Knickerbockers in einfache Punkte aus der Nahdistanz umwandelten.
Mit 7:08 auf der Uhr im letzten Spielabschnitt erkämpften sich die Knicks abermals die Führung, nachdem sie in den Vierteln zuvor stets einem kleinen Rückstand hinterherliefen, doch erfolgreich verhinderten, dass die Denver Nuggets davonziehen. Das vierte Viertel gehörte auf Seiten der Knicks Wilson Chandler, der sieben Punkte in Folge erzielte und ein Offensivfoul von Carmelo Anthony provozierte. Bei den Nuggets hielt J.R. Smith dagegen. Seine 13 Punkte in den letzten 6:24 Minuten sicherten dem Team aus Colorado den Sieg.
Carmelo Anthony netzte zum ersten Mal in seiner Karriere 50 Punkte ein und das ausgerechnet gegen die Knicks. Die Punkte 49 und 50 waren dabei die schwersten. Mit dem Spiel in der Schwebe und nur noch 16 Sekunden Spielzeit versenkte er zwei Freiwürfe, die von „MVP“ Rufen des Publikums begleitet wurden und letztlich den 13. Saisonsieg der Nuggets zementierten. Auch Chauncey Billups überzeugte und hielt die Knicks mit seinen 32 Punkten und acht Assists auf Distanz. Spielentscheident waren die Leistungen der beiden Stars der Denver Nuggets entgegen ihrer beeindruckenden Stats nicht, denn Al Harrington vermochte 41 Punkte und 10 Rebounds entgegenzusetzen und auch David Lee (23 P., 10 R.) lieferte ein gutes Spiel ab. So war es am Ende J.R. Smith, den die Knicks nicht zu verteidigen vermochten, der den vierten Saisonsieg der N.Y. Knicks vereitelte.
Interessant anzumerken ist auch, dass Mike D’Antoni sich dazu entschied seine Rookies – Toney Douglas und Jordan Hill – nicht einzusetzen.

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