Die fünf derzeit besten Sleeper der NBA

Die Saison ist noch jung und dennoch verdienen es folgenden Spieler aufgrund ihrer bisherigen Leistungen hervorgehoben zu werden:

Andray Blatche (Washington Wizards)

Was hat man Andray Blatche nicht schon für immenses Potential attestiert. Mit 2,11 Metern Körpergröße und guter Athletik, standen ihm schon vom ersten Tag seiner NBA Karriere an alle Türen offen, doch der Center der Washington Wizards fiel immer wieder durch Probleme abseits des Courts auf und weniger aufgrund guter Leistungen auf dem Spielfeld. Jetzt scheint es, als ob er endlich den Durchbruch schaffen würde und darauf hätten vor der Saison wohl nur wenige ihr Geld gewettet. Seine Statistiken wissen zu überzeugen. In drei Spielen bringt er es derzeit durchschnittlich auf 21 Punkte, 6,3 Rebounds, 1,33 Blocks und eine Trefferquote von 71,8% aus dem Feld. Beim Sieg der Wizards gegen die New Jersey Nets traf er 15 seiner 18 Würfe und beendete die Nacht mit 30 Punkten. Weiter so!

Larry Hughes (New York Knicks)

Nach der Preseason war Larry Hughes raus aus der Rotation von Mike D’Antoni. Kein Wunder, der Guard traf gerade einmal einen aus 20 Würfen in der Vorbereitungsphase und überzeugte auch sonst nicht. Man habe keine Minuten für ihn, so D’Antoni, denn für jüngere Spieler sei es wichtig Erfahrung auf dem Court zu sammeln. Hughes blieb ruhig, stellte sich in den Dienst der Mannschaft und wurde in den ersten zwei Saisonspielen der Knicks nicht eingesetzt. Gegen die Philadelphia 76ers dann stand er 39 Minuten auf dem Feld, auch bedingt durch den verletzungsbedingten Ausfall von Nate Robinson, aber vor allem weil er auf einmal wieder gut spielte. Hughes traf seine Würfe, verteilte Assists und überzeugte in der Defense. Letzt Nacht stand er gar in der ersten Fünf und die Knicks konnten ihren ersten Sieg einfahren. Bilanz seiner Wiederauferstehung: 19,0 Punkte, 5,5 Rebounds, 4,0 Korbvorlagen und 2,5 Steals in zwei Partien.

Danilo Gallinari (New York Knicks)

Von den eigenen Fans ausgebuht. So wurde Gallinari in der Nacht des Drafts 2008 in die NBA willkommen geheißen. Alles andere als ein optimaler Einstand. Gallinari zeigte sich unbeeinflusst und unbeeindruckt, konnte in seiner ersten Spielzeit für die Knicks allerdings so gar nicht überzeugen. Aufgrund von Verletzungen absolvierte der Italiener lediglich 28 Spiele. Wer hat nicht gedacht, dass die N.Y. Knicks es wieder einmal geschafft haben, einen Erstrundenpick zu verblasen. Hätte man doch lieber Eric Gordon gedraftet, schoss es mir damals durch den Kopf. Jetzt bin ich mehr als froh, dass Danilo bei den Knicks ist. Seine Spielweise ist erfrischend, sein Basketball-IQ hoch und von seinem Wurf will ich erst gar nicht anfangen. Zugetraut habe ich es ihm ehrlichgesagt nicht. Deswegen zählt er für mich schon jetzt zu den größten Entdeckungen der noch jungen NBA Kampagne 09-10. Mit 4,75 getroffenen Dreiern pro Spiel, 19,3 Punkten und 4,0 Rebounds ist er zum Leistungsträger im Big Apple avanciert.

Channing Frye (Phoenix Suns)

Bei den New York Knicks wurde der 8. Pick des NBA Drafts 2005 aussortiert  und auch bei den Portland Traiblazers fand er sein Glück nicht. Jetzt zeigt er in Phoenix, dass sowohl die Knickerbockers als auch die Blazers einen Fehler begangen haben ihn vorzeitig aufzugeben. In einer offensivausgerichteten Mannschaft  um Spielmacher Steve Nash zeigt der 2,11 Meter große Forward seine Versatilität. Besonders auffällig ist seine Trefferquote von jenseits der Dreierlinie, die momentan bei spektakulären 65% liegt. Mit 19,7 Punkten pro Spiel ist er drittbester Scorer der Suns, noch vor Amaré Stoudemire, und er führt das Team in Steals pro Spiel (2,0) an. Channing Frye war schon in Collegezeiten auf der University of Arizona eingeschrieben und fühlt sich deshalb in Phoenix bestens aufgebhoben.

 

Brandon Jennings (Milwaukee Bucks)

Vergesst mal für einen Moment Blake Griffin oder Tyreke Evans als Kandidaten für die Trophäe des besten Rookies des Jahres, denn momentan steht ein anderer ganz oben. Brandon Jennings ist momentan eindeutig der erfolgreichste und spektakulärste Frischling der NBA. Dass er das Potential hat ein klasse Point Guard zu werden ist nicht zu leugnen, auch wenn er sich in seiner Zeit in Europa bei Lottomatica Roma nicht durchsetzen konnte. Die amerikanische Spielweise scheint ihm besser zu liegen, was sich in seinen Statistiken widerspiegelt. Mit 20,5 Punkten pro Spiel führt er alle Rookies in Sachen Scoring an und mit 6,0 Assists toppt er seine Draftklasse. Darüber hinaus bringt er es auf 5,5 Rebounds pro Begegnung, womit er hinter DeJuan Blair auf dem zweiten Rang liegt. Brandon Jennings ist, obwohl die Saison noch lang ist, auf dem besten Wege Ramon Sessions in Milwaukee schneller als gedacht vergessen zu machen. Heute Nacht darf er sich mit Derrick Rose von den Chicago Bulls messen, seine erste echte Bewährungsprobe.

One response to “Die fünf derzeit besten Sleeper der NBA

  1. guter eintrag.
    bei Larry H. in NYC bin ich aber noch skeptisch, Gallinari sehe ich dagegen dauerhaft gut mit dabei, natürlich werden die Stats noch fallen. Jennings ist meine Überraschung Nr. 1 und Frye hätt ich mal doch in mein Fantasy Team holen sollen, damn.😉

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