Geschichten aus dem Imperium des S.Marbury

In der Regel können wir uns immer dann freuen, wenn Stephon Marbury zum Entschluss gelangt seine Gedanken öffentlich kundgeben zu wollen, denn das verspricht zumeist amüsant, wenngleich nicht allzu informativ, zu werden. Gleichzeitig aber haben jene von uns Grund zu trauern, die ihn als Basketballer in seinen frühen Jahren in der NBA zu schätzen wussten, denn unsere Erinnerungen verblassen und müssen sich letztlich der neuen Realität weichen.

Zunächst wollen wir klären wo Marbury in der kommenden Saison spielen wird. Nirgendwo. Nach eigener Aussage hat er sich nämlich dazu entschlossen, das Basketballjahr 2009-10 auszusetzen. Ganz wie Michael Jordan zu seiner Zeit, pausiere er, um all das zu unternehmen, wozu er die letzten 16 Jahre keine Zeit hatte. Der Geschäftsmann Marbury will darüber hinaus weiterhin an seinem Imperium bauen. Um welches Imperium des Wahnsinns es sich dabei handelt, bleibt für mich derzeit im Verborgenen. Vielleicht plant er einen groß angelegten Launch von StarburyTV und vielleicht werden wir es auch nie erfahren.

Marbury mag einiges an basketballtechnischen Fähigkeiten eingebüßt haben, um diese Feststellung kommt man nicht herum, doch seine Rhetorik sucht nachwievor Seinesgleichen. Den Namen Michael Jordan und das Wort Imperium verbindet wohl keiner von uns mit Starbury, außer eben er mit sich selbst. Damit macht er es uns aber wiederum leicht, wir müssen nicht erst zwischen den Zeilen lesen, um zu konstatieren, dass Stephon wohl eine große Portion Größenwahn zum Frühstück hatte. Auch sein Vorhaben nach einer weiteren Pause wieder in den Spielbetrieb einzusteigen mutet abenteuerlich an, doch, und das kann man nicht ausschließen, vielleicht gelingt ihm das Kunststück ein weiteres Mal.

Letztlich könnte aus dem Timeout ein stilles Karriereende werden, wundern würde das wahrscheinlich niemanden. Schließlich haben sich die NBA Teams in diesem Sommer nicht gerade um ihn gerissen und auch seinen Plan, die orangene Pille in Italien zu dribbeln, hat er scheinbar aufgegeben. Sorgen müssen wir uns dennoch nicht, denn die derzeitige Medienlandschaft mit ihren Sendungen wie „Dancing With The Stars“ und anderen abstrusen Reality-Serien bietet für Marburys Imperium den idealen Nährboden und über das Internet wird er den Kontakt zur Außenwelt mit Sicherheit das ein oder andere Mal herstellen.

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