Sign-and-Trade: Boozer für Lee eine Möglichkeit?

Es vergeht kaum ein Tag, an dem es keine neuen Gerüchte zum Verbleib von David Lee gibt. Der Power Forward der Knicks hat sich in den letzten Wochen immer wieder über seine Situation als Free Agent beklagt. Die Knicks zeigen sich abwartend, wollen im Hinblick auf 2010 flexibel bleiben und deutlich unter den Salary Cap kommen. Ein ernstzunehmendes Angebot an Lee seitens der Knicks steht noch aus, dahingegen kann sich David Lee einen langfristigen Vertrag mit dem Team aus New York nicht vorstellen. Es ist nicht so, als ob er nicht in Blau und Orange spielen wollte, sondern dass er glaubt, dass die Knicks andere Pläne für die Zukunft haben, die ihn nicht beinhalten. Er könnte damit Recht haben, denn das neuste Gerücht sieht ihn bei den Utah Jazz. Beteiligt in einem solchen Szenario wäre womöglich der ebenso oft  in Gerüchten erwähnte Carlos Boozer. Sign-and-Trade heißt das Stichwort, Boozer zu New York und Lee zu den Jazz wäre das Resultat. Über Sinn oder Unsinn eines solchen Transfers darf ruhig diskutiert werden.

Was haben die Knicks davon? Ganz einfach, sie bekämen einen der besten aktiven Power Forwards der Liga, wenn er gesund ist und das zu optimalen Konditionen, denn Boozers Vertrag läuft zum Ende der kommenden Saison aus. Damit wären die Knicks für 2009 kompetitiv genug, um möglicherweise an siebter oder achter Stelle in die Playoffs zu rutschen und hätten dann trotzdem die Möglichkeit Boozer nach der Saison wieder von der Gehaltsliste zu streichen. Wenn Donnie Walsh ein solcher Transfer gelingen sollte, sollte man überlegen, ob man ihm nicht umgehend eine Trophäe überreicht. David Lee ist sicherlich kein kleiner Preis, den man für Carlos Boozer zahlen müsste, aber lohnen sollte es sich dennoch.

Der Haken kommt jetzt. Dieser Transfer hätte für die Utah Jazz so einige Nachteile, angefangen damit, dass sich Lee und Millsap in ihrer Spielanlage in so vielen Punkten ähneln, so dass die Jazz zwei nahezu identische Spieler in ihrem Roster hätten. Damit aber nicht genug, denn man sollte noch bedenken, dass den Utah Jazz der Erstrundenpick der Knicks des Drafts 2010 gehört. Verstärken die Jazz die Knicks jetzt also mit Boozer, verringern sich gleichzeitig ihre Chancen auf einen Lottery Pick. Kevin O’Connor hat bereits angekündigt, dass er es nicht eilig habe, Boozer loszuwerden und ob er ihn dann gerade an die Knicks abdrücken will, sollte sich der GM nochmal gut durch den Kopf gehen lassen. Wer weiß, vielleicht haben die Jazz noch ein Eisen im Feuer, das noch nicht öffentlich bekannt ist. Wenn man Millsap und Lee hat, kann man einen der beiden natürlich wieder traden.

Doch angesichts der oben aufgeführten Punkte halte ich dieses Szenario für höchst unwahrscheinlich. Damit sollte es also nicht das letzte Gerücht sein, dass wir zu David Lee respektive zu Carlos Boozer zu Ohren bekommen werden.

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