Lernt Terrence “T-Will” Williams kennen

Dem durchschnittlichen deutschen NBA Fan, der über die NBA Spieler hinaus nur noch ein paar College Superstars kennt, wir der Name Terrence Williams kein Begriff sein. Dabei war der ehemalige College Senior ein Leistungsträger bei den Louisville Cardinals und schaffte es dieses Jahr mit seinem Team in die Elite Eight des NCAA Tournaments.

Der 1,98 Meter große Basketballer ist in jeglicher Hinsicht ungewöhnlich, angefangen damit, dass es schwer ist ihm eine eindeutige Position auf dem Basketballplatz zuzuordnen. Williams steckt im Körper eines Shooting Guards, spielt aber nicht wie einer. „Nur“ 12,5 Punkte pro Spiel standen vergangene Saison auf seinem Konto. Im Durchschnitt teilte er zudem aber 5,0 Assists für die Cardinals aus. Ein Point Guard ist er trotzdem nicht. Dabei lassen ihn 2,15 Assists pro Ballverlust genau bei den Point Guards an dritter Stelle im Ranking des diesjährigen Drafts stehen. 8,6 Rebounds pro Spiel konnte sich T-Will in seiner letzten College Saison krallen und Defense kann er auch Spielen, das bezeugen nicht nur 2,3 Steals pro Partie.

Was man deshalb mit Sicherheit sagen kann, ist, dass T-Will extrem vielseitig ist. Als Flügelspieler bringt er den Ball nach vorne, kreiert Plays für seine Mitspieler und liebt es den Ball zu passen. Seine Athletik ermöglicht ihm aber auch selbst Punkte zu erzielen, wann immer sein Team es brauch. Williams ist ein Point Forward, wenn man so will. Seine Vielseitigkeit erinnert am ehesten an Boris Diaw oder Andre Iguodala. Woran er arbeiten muss, ist vor allem sein Jumpshot. Sein Schuss ist inkonsistent und besonders sein Wurf aus dem Dribbling heraus bedarf eine Menge Arbeit. Erstaunlicherweise ist seine Dreierquote nur .2 Prozentpunkte schlechter als die von Stephen Curry. Katastrophal hingegen ist seine Freiwurfquote, T-Will traf in der abgelaufenen Saison nur 58,1 % seiner Würfe von der Freiwurflinie.

Auch privat weicht der aus Seattle stammende Terrence Williams von der Norm ab. Zu High School Zeiten und auf dem Campus in Louisville trug er seine Schulbücher des Öfteren in einem Barbie-Rucksack durch die Gegend und auch SpongeBob Socken gehören nicht zur Standardausstattung eines Basketballers, doch genau die trägt T-Will im Training. Williams ist erfrischend anders und das brauch die NBA, Spieler mit Charisma, die nicht in die Schublade des typischen Basketballprofis zu stecken sind.

Die New Jersey Nets bekommen auf alle Fälle einen Spieler, der auf dem Court fast alles kann und das auch von Anfang an zeigen wird. Er passt in das neue, junge Team der Nets. Im Fastbreak werden Harris, Lee und T-Will kaum zu stoppen sein und dass Williams auch noch Defense spielen kann habe ich auch schon erwähnt. Sein persönlicher Erfolg in der NBA wird ultimativ von der Entwicklung seines Wurfes abhängen, aber wenn alles nach Plan läuft wird man von ihm als Steal an elfter Stelle des 2009er Drafts sprechen.

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