Derek Fishers Wiederauferstehung; Lakers gewinnen wieder in OT

Nach dem Erfolg über die Orlando Magic in Spiel 4 der Finals sind die Lakers nunmehr einen einzigen Sieg entfernt von der Larry O’Brien Trophy. Für Kobe wäre es der vierte Championship Ring und gleichzeitig der erste ohne Shaq.

Letzte Nacht waren es jedoch die anderen, die Los Angeles einen Schritt weiter gebracht haben. Basketball ist und bleibt eben ein Teamsport, das musste auch LeBron schmerzlich erfahren. Kobe (32 Pkt., 11-31 FGM-A) jedoch hat die notwendige Unterstützung bei den Lakers. Er darf sich ab und zu mal eine Pause gönnen, Schüsse nicht treffen und Bälle verlieren, denn er hat Mitspieler, die bereit und fähig sind für ihn einzuspringen.

Mit zwölf Punkten Rückstand ging es für die Lakers zur Halbzeit in die Kabine. Nach dem dritten Spielabschnitt führten sie 67-63. Fünf Körbe steuerte Trevor Ariza (16 Pkt., 9 Reb.) zu dieser Aufholjagd bei und dabei hatte er in der ersten Hälfte alle sechs seiner Versuche aus dem Feld danebengesetzt. Diesmal war es vor allem ihr erfahrener Spielmacher, Derek Fisher (12 Pkt.), der nicht zuließ, dass Orlando die Serie ausgleicht. Gleich zwei entscheidende Dreier traf er in den wohl wichtigsten Phasen des Spiels, obgleich er zuvor bei fünf Versuchen nicht einmal traf.

Mit 10,8 Sekunden auf der Uhr nahmen die Lakers eine Auszeit. Die Magic verließen sich darauf, dass der nächste Spielzug für Kobe konzipiert sein würde, also doppelten sie ihn gleich nach dem Einwurf. Kobe passte den Ball zum freistehenden Ariza, der wiederum fand Derek Fisher. Jameer Nelson (26 Min., 2 Pkt.) ließ Fisher dann ein kleines bisschen zu viel Platz und Fisher drückte von der Dreierlinie ab, traf und schickte das Spiel in die Overtime.

Warum Nelson nicht näher an Fisher dran blieb und warum die Magic nicht einfach frühzeitig foulten, um einen Dreier zu verhindern ist mir ein Rätsel. Diese kleinen Fehler passen aber ins Gesamtbild, das die Orlando Magic in dieser Finalserie abliefern. Die spielerischen Fähigkeiten, um gegen die Los Angeles Lakers zu gewinnen haben sie eigentlich, doch wie schon zuvor von mir verdeutlicht, schlagen sie sich immer wieder selbst. Ihnen fehlt die Aggressivität, um enge Spiele für sich zu entscheiden, ihnen fehlt aber auch die Abgeklärtheit, um Spiele zu gewinnen, in denen sie klar vorne liegen und nur noch den berühmten Sack zumachen müssen.

In der Verlängerung traf Fisher dann seinen zweiten Dreier des Spiels, ein Treffen, der einen 8-0 Lauf der Laker zur Folge hatte und das Spiel entschied.

Die Orlando Magic trafen nur 22 ihrer 37 Freiwürfe, was in sich im Endeffekt klar gerächt hat. Dwight Howard traf nur sechs seiner 14 Versuche von der Freiwurfline, machte aber 16 Punkte, holte 21 Rebounds und blockte neun Schüsse. Ein Totalausfall in der Offensive war Rashard Lewis. In 46 Minuten Spielzeit konnte er nur sechs Punkte erzielen.

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