Villanueva kann Cleveland den Titel bringen

Auf Dan Gilbert, Besitzer der Cleveland Cavaliers, kommen harte Zeiten zu. Seit 45 Jahren ist es keinem Team aus Cleveland gelungen einen Titel zu gewinnen. Auf einer Pressekonferenz am Mittwoch kündigte Gilbert nun an, dass die Cavaliers diese Durststrecke beenden werden. Große Worte dafür, dass es mehr als ungewiss ist, ob sein einziger Superstar nach der nächsten Saison überhaupt noch das Trikot der Cavs tragen wird.

Seien wir an dieser Stelle einmal ganz ehrlich, die Cavaliers ohne LeBron sind ungefähr genauso nah an einem Titelgewinn, wie die Los Angeles Clippers. Klar also, dass Gilbert alles in Bewegung setzen wird, um das Team zu verstärken. Anteile der Cleveland Cavaliers werden in naher Zukunft  an einen chinesischen Investor verkauft, weshalb die Cavs sich nicht vor der Luxussteuer fürchten müssen, die fällig wird, wenn ein Team das Gehaltslimit der NBA überschreitet.

Als mögliche Verstärkung für die nächste Saison hat sich Charlie Villanueva, der derzeit noch bei den Milwaukee Bucks unter Vertrag steht, ins Gespräch gebracht. CV ist nach Ablauf dieser Saison ein restricted free agent. Es wird angenommen, dass die Milwaukee Bucks, die sich in einer schlechten finanziellen Situation befinden, Villanuevas Vertrag nicht verlängern werden können. Damit wäre es ihm erlaubt Angebote von anderen Vereinen der NBA anzunehmen.

In einem Interview mit ESPN Radio sagte CV, er könne sich gut vorstellen könne mit LeBron James in Cleveland zu spielen. Auf die Frage hin, ob die Serie gegen die Magic mit ihm im Kader der Cavs anders gelaufen wäre, antwortete Villanueva, dass er mit Sicherheit hätte weiterhelfen können. Alleine seine Vielseitigkeit führe zu Mismatches, ähnlich wie bei Rashard Lewis, so CV.

Zunächst erschien mir dieser Vergleich mit Lewis absurd, aber dann habe ich die Stats der beiden Forwards verglichen und siehe da, Charlie V könnte Recht haben. Die Statistiken zeigen eine nahezu identische Leistung. Villanueva lieferte in der abgelaufenen Saison durchschnittlich 16,2 Punkte, 6,7 Rebounds und 1,8 Assists bei einer Wurfquote von 44,7% aus dem Feld ab. Rashard Lewis dagegen brachte es durchschnittlich auf 17,7 Punkte, 5,7 Rebounds, 2 Assists und schoss 43,9% aus dem Feld. Entscheidend bei dieser Betrachtung aber ist, dass Villanueva rund zehn Minuten weniger Einsatzzeit im Schnitt bekam als Lewis. Dahingegen ist Lewis eindeutig der bessere Dreierschütze. Er versenkte 220 Dreier in der regulären Saison, Villanueva nur 89.

Es ist nicht weithergeholt wenn man sagt, dass Charlie Villanueva das Potential hat Cleveland entscheidend zu verbessern.  Absurd? Vielleicht. Doch gut möglich, dass gerade er das fehlende Teilchen ist, was LeBron braucht, um die ersehnte Larry O’Brien Trophy zu gewinnen.

Eine Verpflichtung von CV würde übrigens dann wahrscheinlicher werden, wenn Anderson Varejao eine Vertragsverlängerung erwartungsgemäß ablehnt, um über Angebote von anderen Teams abzuwägen.

2 responses to “Villanueva kann Cleveland den Titel bringen

  1. Jau, ich mag den Charlie. Aber ob er dann wirklich das fehlende Puzzleteil ist… ich weiss nicht.

    • Wissen kann das wohl keiner, aber an der Seite von “King James” könnte er sich auch nochmal ein ganzes Stück weiterentwickeln. Wir werden sehen.

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