Kobe nicht zu stoppen; Lakers gewinnen 100-75

Entgegen dem, was berichtet wurde stand Jameer Nelson (6 Pkt. und 4 Assists in 23 Min.) im ersten Spiel der NBA Finals doch auf dem Parkett und machte sich auch gleich bemerkbar. Die Schulter sieht gesund aus. Natürlich merkt man, dass es ihm an Spielpraxis fehlt, jedoch wird ein möglicher Erfolg Orlandos in den Finals auch von ihm abhängen. Je länger die Serie andauert, desto bedeutender wird er für die Magic werden.

Die Story des Abends schrieb aber wieder einmal Kobe Bryant. Nach diesem Spiel wünscht sich Jerry West wahrscheinlich er hätte nie gesagt, dass LeBron besser ist als Kobe. Bryant hatte 36 Punkte, 8 Rebounds und 8 Assists in 33 Minuten bevor er erst Mitte des vierten Viertels wieder eingewechselt wurde. Kobe (40 Pkt.) und die Lakers konnten das Spiel bereits im dritten Spielabschnitt, in dem Bryant 18 Punkte erzielte und nicht zu stoppen war, für sich entscheiden. Auch die anderen Lakers Spieler konnten ihre Rollen gut füllen. Lamar Odom bewies zum wiederholten Male, dass eine gute Leistung von ihm die Serie ebenso entscheiden könnte, wie Bryants Heldentaten. Odoms Vielseitigkeit ist für Los Angeles extrem wertvoll. In Spiel 1 der Finals verteidigte er gut, auch gegen Dwight Howard, holte 14 Rebounds und konnte elf Punkte zum Sieg der L.A. Lakers beisteuern.

Über die ganze Partie hinweg gelang es den Lakers gut, Dwight Howard zu verteidigen, egal, wen sie auf Orlandos Star ansetzten. Dabei leistete auch Gasol bessere Arbeit, als man das vielleicht hätte erwarten können. Howard konnte seine körperliche Dominanz zu keinem Zeitpunkt effektiv ausnutzen, hatte früh Foulprobleme und so standen am Ende des Spiels „nur“ zwölf Punkte und 15 Rebounds auf seinem Konto bei nur einem Treffer von sechs Versuchen aus dem Feld.

Rashard Lewis, Hedo Turkoglu und Dwight Howard erzielten zusammen 33 Punkte, sieben weniger als Kobe Bryant alleine.
So sehr das Ergebnis eine Demonstration der Lakers vermuten lässt, muss man betonen, dass die Orlando Magic ihre Schüsse einfach nicht trafen. Zum einen ist das natürlich der guten D der Lakers zu verdanken, aber die Magic konnten an diesem Abend auch die offenen Würfe nicht versenken, was in einer Wurfquote von nur 29,9% aus dem Feld resultierte.

Nach Spiel eins der NBA Finals kann man nicht sagen, dass die Lakers die Larry O’Brien Trophy schon sicher haben. Finden Orlandos Schützen ihren Rhythmus in Spiel 2 der Serie wieder, befinden sich die beiden Teams wieder auf Augenhöhe. Schafft es Jameer Nelson an die Leistungen anzuknüpfen, die er vor seiner Schulterverletzung ablieferte, könnten die Magic den entscheidenden Trumpf auf ihrer Seite haben.

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